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Eine Frau in BerlinJuni, bis Freitag, 22. Juni 1945 Nichts mehr notiert. Und ich werde nichts mehr aufschreiben, die Zeit ist vorbei. Es war Samstag gegen fГјnf Uhr nachmittags, als es drauГџen klingelte. В»Die WitweВ«, so dachte ich. Doch es war Gerd, in Zivil, braun gebrannt, das Haar heller denn je. Wir sagten beide eine ganze Zeitlang gar nichts, starrten uns in dem dГ¤mmrigen Flur an wie zwei Gespenster. В»Wo kommst du her? Bist du entlassen?«»Nee, ich bin versickert. Aber nun laГџ mich erst mal rein.В«Er zerrte einen HГ¶rnerschlitten hinter sich her, auf kleine RГ¤der gestellt und mit einem Koffer und einem Sack beladen. Ich war fiebrig vor Freude. Nein, von der Westfront kam Gerd nicht. Man hat seine Fla-Einheit noch in letzter Minute nach dem Osten geworfen. Nach einem feindlichen Volltreffer auf die eigene Stellung sind sie zu dritt seitab gegangen und haben sich in einer verlassenen Villa eingenistet, wo sie AnzГјge, Schuhe, einen Ballen Tabak und genГјgend EГџbares fanden. Bis die Sache brenzlig wurde, als eine aus Russen und Polen gemischte OrtsbehГ¶rde die Einwohner durchkГ¤mmte ...» | Код для вставки книги в блог HTML
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